Ausstellungen

11. März bis 4. Juli 2021 verlängert bis 8. August 2021
„Drauf geschissen 2.0 – Kulturgeschichte des Stillen Örtchens“

Eigentlich ein allzu alltägliches Thema für eine Ausstellung. Warum darüber reden? Hat jeder, nutzt jeder – was soll es da schon zu berichten geben? Andererseits blickt selbst das „Stille Örtchen“ auf eine lange Geschichte zurück und bietet neben zivilisatorischen Fakten auch Stoff für Witze, Anekdoten und Beschimpfungen.
War sicher schon immer so, oder? Genau hier setzt die Ausstellung an. Auch wenn der derbe Titel aufmerken lässt, widmet sie sich die Präsentation dem Thema Toilette und ihrem Drumherum mit Seriosität, ohne Effekthascherei, aber auch mit einem leichten Augenzwinkern.
Die Wanderausstellung ist eine Konzeption der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, Schloss Rochlitz.

25. August bis 14. November 2021
„Recht und Gesetz in Delitzsch“

Wer heute an Deutschland denkt, kann nicht umhin, gleichzeitig an ein ganzes Regelwerk von Gesetzen und Bestimmungen zu denken. Viele Jahre Berufserfahrung sind inzwischen von Nöten, um sich im Paragrafendschungel der Justitia zurechtzufinden. Doch war das schon immer so? Wozu benötigte man überhaupt Schandgeige, Bußtocken und Sühnekreuz? Warum brauchte Delitzsch einen Henkersturm oder gar ein Gefängnis für Frauen?

Das Museum Barockschloss Delitzsch beleuchtet den langen Weg der Rechtsfindung in Delitzsch vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sehenswerte Objekte, wie z. B. ein Richtrad, aus der Sammlung von Dieter und Dorit Fox aus Neukirchen präsentieren das Rechtsverständnis und gängige Hinrichtungs-methoden des Mittelalters. Erfahren Sie zudem, was es mit der Staupbesengasse, dem Schwärmer-häuschen und einem Diebesdaumen auf sich hatte und setzen Sie sich kritisch mit der Rolle der Inquisition bei regionalen Hexenprozessen bzw. der Verfolgung im Nationalsozialismus auseinander.

27. November 2021 bis 27. Februar 2022
Holzköpfe und Strippenzieher – ein Jahrhundert Figurentheater Naumburg

Diese Wanderausstellung zeigt Marionettenpuppen aus 100 Jahren Puppentheatergeschichte. Teils Menschengroß und noch nie in einem Museum ausgestellte Künstlerpuppen werden in vier szenischen Bühnenbildern präsentiert.