Geheimnisse

Ein Luftschutzbunker unter dem Barockgarten, funktionslose Schornsteine, aufgemalte Fenster – das Barockschloss Delitzsch birgt vom Keller bis zum Dach allerhand Geheimnisse. Davon möchten wir einige verraten:

  • Im Schloss gibt es verborgene Tiefkeller aus der Zeit der alten Wasserburg. Sie wurden erst als Gefängnis und ab dem 17. Jahrhundert als Lagerräume genutzt.
  • Unter dem Barockgarten befindet sich ein 200 Meter langer Röhrenbunker. Französische Kriegsgefangene haben ihn 1943 angelegt. Heute ist er – meist an einem Tag im Herbst – nach Voranmeldung zu besichtigen.
  • Vom Barockgarten aus entdeckt man beim genauen Betrachten des Westgiebels des Schlosses einige Fenster, die keine sind.
  • Von vier Schornsteinen ist nur heute nur noch einer in Benutzung. Früher brauchte man für die Kamine mehrere Abzüge.
  • Die als Retirade (Toilette) dekorierte Wandnische im Ankleidezimmer war früher wirklich nur eine Wandnische. Die eigentliche Toilette war als Abtritt an die Fassade angebaut, wurde aber später abgebrochen.
  • Nur etwa zehn Prozent zeigt das Museum aus seinem Bestand. Der Rest lagert im Depot und wird nur in Sonderschauen gezeigt.